LEHNT HILFE ANDERER AB
für Tiere, die den Eindruck der Unnahbarkeit und Überlegenheit machen.
Im positiven Water Violet-Zustand wird das Tier umgänglicher. Es sucht Kontakt zu Artgenossen.
Water Violet – die Kommunikation
Deutscher Name Sumpfwasserfeder
Botanischer Name Hottonia palustris
Vorkommen Langsam fließenden oder stehenden Gewässern
Zubereitung Sonnenmethode
… hilft dem Tier bei Arroganz und Reserviertheit
Für Tiere:
- die durch stolze, aufrechte Haltung ihr Selbstbewusstsein signalisieren
- durch ihre Kopfhaltung schauen sie „von oben herab“
- die sich vom Rudel / von der Herde absondern und ihre Ruhe haben möchten
- Kontakt und Berührungen sind unangenehm
- Körperpflege und Streicheleien lässt man „über sich ergehen“
Der zurückgezogene Aristokrat – die Einsamkeit
Die Bach-Blüte Water Violet hilft Einzelgängern in die Gemeinschaft zu finden.
Ich hatte einmal einen Arbeitskollegen mit dem sprichwörtlichen Schild auf der Stirn: Laß mich in Ruhe. Nicht dass wir eine große Gruppe Eingeschworener gewesen wären. Jeder war in seiner Art individuell und hatte eigene Interessen. Wir trafen uns sozusagen eben immer täglich auf der Arbeit. Der Austausch untereinander war normal.
Herr M. war da anders. In der Pause versteckte er sich hinter seiner Zeitung oder lief im Park spazieren. Seine Antworten war freundlich, aber reserviert. Er hielt immer den größtmöglichen Abstand, selbst im persönlichen Gespräch trat er einem niemals zu nah. Ebenso achtete er darauf, dass auch ihm nichts zu nahe kam. Sehr steril, sehr korrekt.
In einem Tierheim lernte ich in meiner Ausbildung eine Europäisch Kurzhaar Katze, namens Frau Bäcker, kennen. Sie war komplett weiß und hatte nur einen hellbraunen Schönheitsfleck unter dem linken Ohr. Zuerst amüsierte ich mich natürlich über ihren Namen. Ja, das war keine Kitty oder Mimmi oder Pauline. Aber wie treffend dachte ich im ersten Moment: Weiß, Mehl, Bäcker. Lustig. Allerdings wurde mir nicht viel später wirklich bewußt, wie sehr der Name doch zu ihr passte. Sie grenzte sich ab und wenn man ihr – egal ob Vier- oder Zweibeiner – zu nahe kam, vergrößerte sie sofort wieder den Abstand.
Sie ließ sich nicht gerne anfassen, oder streicheln. Sie saß am liebsten oben auf einem Katzenbaum, mit dem nötigen und abschätzbaren Abstand und sah den anderen zu, beim Fressen, beim Spielen, beim Streiten. Alles ließ sie relativ kalt. Ja – wie eine Fremde, die man einfach noch nicht duzt. Man kennt sie gar nicht recht.
Die Sumpfwasserfeder läßt Nähe zu und nimmt einem die Ablehnung aus dem Gesicht.

