Honeysuckle - Geißblatt (Lonicera caprifolium) - die Vergangenheitsblüte

VERGÖTTERT DIE VERGANGENHEIT

für Tiere, die nicht die kleinste Veränderung in ihrem Leben verkraften können.

Im positiven Honeysuckle-Zustand spielt die Vergangenheit keine so große Rolle mehr, und das Tier beginnt sich für die Gegenwart zu interessieren.

Honeysuckle – die Vergangenheit

Deutscher Name           Geißblatt, Jelängerjelieber
Botanischer Name         Lonicera caprifolium
Vorkommen                  Wälder, Hecken und Heiden
Zubereitung                   Kochmethode

…hilft dem Tier neue Lebensumstände zu akzeptieren

Für Tiere:

  • die kein Interesse am gegenwärtigen Geschehen zeigen
  • lösen sich nur schwer von der Vergangenheit
  • die Heimweh haben – auch nach ihrem Besitzer (Urlaub, Besitzerwechsel …)
  • die einen Menschen oder Artgenossen verloren haben (Stallwechsel, Tod eines Artgenossen)

Der wehmütige Nostalgiker – die Vergangenheitsliebe

Die Bach-Blüte Honeysuckle verbindet mit der Gegenwart, mit der Realität, anstatt sich in der Vergangenheit zu verlieren. Sie richtet den Blick nach vorne.

Waren Sie als Kind mal im Ferienlager, oder auf Skifreizeit. Die ersten elternlose Urlaube waren heftig. Es flossen viele Tränen. Zuerst weil ich nicht von zuhause weg wollte. Ich hatte schon Heimweh, wenn ich nur daran dachte, dass ich mit lauter Fremden eine Woche allein verbringen sollte. Und dann wieder Tränen, weil ich wieder heim musste und die tollen Ferien nicht weiter gingen.

Dieses Heimweh oder “alles soll wieder so gut werden wie vorher (früher)” kennt doch jeder.

Als ich mein Studium zur Tierheilpraktikerin begonnen habe, stand gleich eine externe Schulungseinheit in einem Tierheim an. Unser Dozent teilte uns in Zweiergruppen ein und für jedes THP-Duo ein Tier. Die meisten waren beschäftigt mit Katzen und Hunden. Wir, Annette und ich, die zwei “Neuen” bekamen ein Chinchillamädchen. Zu meinem Vorteil hatte ich selbst bereits mal ein Chinni als Haustier und wußte damit umzugehen. Handling usw. waren mir also bekannt und so hob ich die Kleine vorsichtig an der Schwanzwurzel aus ihrem Käfig, um sie erstmal äußerlich zu betrachten und anzufassen … mit den Händen und Augen zu untersuchen. In einem kurzen Anamnesegespräch mit der Tierheimleiterin, wurde uns mitgeteilt, dass vor 2 Wochen der Lebensgefährte des Chinchillamädchens eingeschläfert werden musste und sie nun nur noch traurig, vor sich hinstarrend im Käfig sitzt. Sie frißt und trinkt noch, aber ansonsten ist nicht mehr viel los mit ihr.

Es war ein guter Einstieg in das Studium und Annette und ich konnten gut punkten mit dem Therapievorschlag: Bach-Blüten, vor allem Honeysuckle und so schnell wie möglich wieder einen Partner.

Das Geissblatt hilft aus der Angst und der Trauer. Es läßt uns am realen Leben teilnehmen und nicht in der Vergangenheit verweilen.